Tauchen mit Stören

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Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit diesen tollen Tieren und seitdem wir in unserem See zwei sehr kapitale Exemplare entdeckt haben, verfolgt uns die Idee und das Vorhaben noch einige Tiere mehr einzusetzen.

Viele Stunden haben wir damit verbracht Erkundigungen einzuziehen, was fressen sie, welchen Platz brauchen sie, passt das überhaupt und viele Fragen mehr.

Das Vorhaben soll nun in die Tat umgesetzt werden, doch das kostet! Viele von Euch haben bereits gespendet, aber wir brauchen noch ein bisschen mehr. Bitte! Willst auch Du helfen, sprich uns an. Unser TEAM sammelt fleißig und wahrscheinlich habt auch Ihr bald bei einem Tauchgang mit uns die Chance die Stoere vor die Kamera zu bekommen.

Was ist denn eigentlich ein Stoer?

Vorwort:

Der zeitweise für ausgestorben erklärte Stör soll in Deutschland wieder heimisch werden. Langfristig soll eine regulierte, überwachte Fischerei regionaler Störarten entstehen. Die Bundesregierung bemüht sich darum, den Stör neu anzusiedeln und den Bestand dieser selten gewordenen Fischart zu schützen, wie sie in ihrer Antwort (15/4650) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/4443) mitteilt. Die verschiedenen Maßnahmen zur Wiederansiedelung des Störs in seinem ehemaligen Verbreitungsgebiet in Deutschland und Europa würden vom Bundesumweltministerium und vom Bundesforschungsministerium sowie verschiedenen Länderinstitutionen unterstützt. Die begonnenen Ansiedelungsvorhaben in Nord- und Ostseezuflüssen hätten wachsendes internationales Interesse geweckt und würden auch durch die EU-Erweiterung, die Zusammenarbeit mit China und den Anrainern des Kaspischen Meeres an Bedeutung gewinnen. Nach Angaben der Regierung entwickelt sich dabei die Ansiedelung des atlantischen Störs im Einzugsgebiet der Ostsee positiver als die des europäischen Störs in der Nordsee. Die Störzucht bestehe in Deutschland zurzeit vor allem aus der Produktion von Tieren für den Besatzfischmarkt (für Aquarien und Gartenteiche), weniger für die Fleischproduktion.

Die heimischen Arten

Der Europäische Stör, auch Baltischer Stör genannt, ist ein Knochenfisch aus der Gattung Störe.

Der Europäische Stör ist ein Wanderfisch und kommt heute nur noch sehr selten im Nordostatlantik vor. Die letzten Laichgebiete des Europäischen Störs befinden sich in der französischen Gironde. Der Europäische Stör wird bis zu 3,4 Meter lang und kann über 300 kg wiegen. Die Farbe reicht von bräunlich-grün bis blauschwarz, die Seiten sind heller. Der Europäische Stör sieht dem Atlantischen Stör recht ähnlich. Diese beiden Arten sind nur von Experten sicher zu unterscheiden.

Die Nahrung wird am Gewässerboden aufgenommen. Sie besteht hauptsächlich aus verschiedenen Würmern, Weichtieren, Krebsen (Garnelen, Strandkrabben, Flohkrebsen) sowie Mückenlarven und kleinen Fischen.

Noch im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Störe in der Nordsee und der Ostsee, im Atlantik und den dorthin mündenden Strömen wie Rhein, Elbe und Weichsel. Die wachsende Umweltzerstörung, Flussbegradigung, Schifffahrt und Überfischung rotteten den Stör in Deutschland überall aus. Genetische Untersuchungen an Museumsmaterial zeigten, dass die Populationen in der Ostsee und ihren Zuflüssen nicht dem Europäischen Stör sondern dem Atlantischen Stör zuzuordenen sind. Der Europäische Stör, befand sich dort bereits vor 1200 bis 800 Jahren auf dem Rückzug. Als Grund dafür wird die sogenannte Kleine Eiszeit, vom 16. bis zum 19. Jahrhundert angenommen. Im Zuge dieser Klimaveränderung wurde es dem Europäischen Stör in der Ostsee wahrscheinlich zu kalt, denn mit cirka 20 Grad benötigt er deutlich höhere Temperaturen als sein Vetter aus dem Atlantik. Dem Atlantischen Stör genügen schon 13 Grad. Die Wiederansiedlung der heimischen Störe in Deutschland ist mit dem Europäischen Stör im der Nordsee und ihren Zuflüssen frühestens ab 2009 geplant. Die Wiederansiedlung des Atlantischen Störs wird in der Oder und Ostsee bereits durchgeführt.

In den letzten Jahren werden verstärkt exotische Störarten und bastardisierte Störe für Teichzuchten und als Zierfische verkauft. Einige dieser Tiere wurden ausgesetzt oder konnten entkommen. Sie stellen in natürlichen Gewässern eine Gefahr für die beiden sehr seltenen heimischen Störarten dar. Die Wiederansiedlung von heimischen Stören ist durch diese ausgesetzten Tiere gefährdet.

Der Atlantische Stör ist ein Knochenfisch aus der Gattung der Störe. Diese Störart kam ursprünglich aus Übersee und war an der Atlantischen Küste Nordamerikas heimisch. Mit dem Golfstrom verbreitete sich der Stör vor etwa 1200 bis 800 Jahren auch in Europa. Die kleine Eiszeit im 16. bis 19. Jahrhundert begünstigte die Verbreitung des Atlantischen Störs und verdrängte nach und nach den Baltischen Stör, der etwas wärmere Gewässer bevorzugt. Heimisch wurde der Atlantische Stör in Nord- und Ostsee sowie an der Atlantikküste Europas wo er Flüsse wie Elbe, Oder, Weichsel oder auch den Rhein hinaufschwamm um dort zu laichen. Die wachsende Umweltzerstörung, Flussbegradigung, Schifffahrt und Überfischung rotteten den Stör in Deutschland überall aus. Ursprünglich hielt man den Atlantischen Stör in Europa für einen Europäischen Stör bis jedoch genetische Untersuchungen die Zugehörigkeit aller in Museen verwahrten Störe zur Art des Atlantischen Störs bewiesen.

1993 wurde in Deutschland der letzte Stör mehr oder weniger zufällig von einem Fischer gefangen und illegal verkauft. Schließlich landete er in der Kantine des Bundesinnenministeriums, wo er verzehrt wurde.

Der Atlantische Stör benötigt ungefähr 13-18 °C warmes Wasser und fand daher in den mit dem Atlantik verbundenen Gewässern Europas gute Lebensbedingungen.

Er wird circa 1 bis 4 Meter lang und kann bis zu 400 kg wiegen, allerdings muss er dann auch ein entsprechendes Alter aufweisen, sodass derart große Exemplare weltweit nur noch selten zu finden sind. Die Farbe reicht von bräunlich-grün bis blau-schwarz. Die Seiten sind heller gefärbt. Der Atlantische und der Europäische Stör sehen sich ausgesprochen ähnlich und sind wohl nur von Experten unterscheidbar.